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Internetbasierte Fahrzeugzulassung (i-Kfz)

Einstiegsseite des zentralen sächsischen i-Kfz-Portals für die internetbasierte Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen © SMI

Um die Fahrzeugzulassung in Deutschland einfacher, bürgerfreundlicher und effizienter zu gestalten, hatte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) das Projekt »internetbasierte Fahrzeugzulassung (i-Kfz)« initiiert. Unter der Federführung des BMVI und mit Unterstützung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wurde als erste Stufe die internetbasierte Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen über ein zentrales KBA-Portal entwickelt. Dafür wurde durch das KBA seit dem 1.1.2015 eine zentrale Online-Anwendung zur Verfügung gestellt, welche 11 von 13 sächsischen Zulassungsbehörden nutzten.

Mit dem Start von Stufe 2 (internetbasierte Wiederzulassung) ab Oktober 2017 wird das zentrale i-Kfz-Portal des KBA für Stufe 1 eingestellt. Aus diesem Grund wurde mit den kommunalen Landesverbänden (SSG, SLKT) und der SAKD eine zentrale Lösung auf Grundlage der E-Government-Basiskomponenten für Sachsen vereinbart und durch die Abteilung IT und E-Government im sächsischen Innenministerium realisiert. Am 21.8.2017 wurde das neue zentrale sächsische i-Kfz-Portal als Fortführung des bisherigen KBA-Portals offiziell in Betrieb genommen.

Dabei werden mehrere Basiskomponenten (eID-Service, Antragsmanagement, Zahlungsverkehr) in einem Verfahren gekoppelt. Wesentliche Voraussetzung für die Inbetriebnahme der Stufe 1 war die Verfügbarkeit eines zentralen Berechtigungszertifikates für das Auslesen von personenbezogenen Daten aus dem elektronischen Personalausweis (bzw. Aufenthaltstitels) des Antragstellers, welches seit Februar 2017 vorliegt. Auch die entstandenen Gebühren für die Außerbetriebsetzung, welche mit und ohne Reservierung des Kennzeichens erfolgen kann, werden über die Basiskomponente Zahlungsverkehr elektronisch eingezogen.

Aktuell nutzen 12 von 13 Zulassungsbehörden das zentrale sächsische i-Kfz-Portal für die Stufe 1 - Online-Außerbetriebsetzung.

Internetbasierte Außerbetriebsetzung (Stufe 1)

Anzahl der online gestellten Anträge auf Außerbetriebsetzung über das KBA-Portal (Januar-Juli 2017) und ab August 2017 im zentralen sächsischen i-KFZ Portal - aufgeschlüsselt nach Zulassungsbehörden.
Anzahl der online gestellten Anträge auf Außerbetriebsetzung über das KBA-Portal (Januar-Juli 2017) und ab August 2017 im zentralen sächsischen i-KFZ Portal - aufgeschlüsselt nach Zulassungsbehörden.  © SMI

Möglich ist die Online-Außerbetriebsetzung für Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2015 zugelassen wurden, da nur diese über die notwendigen Sicherheitscodes in der Zulassungsbescheinigung I (vormals Fahrzeugschein) und unter den Stempelplaketten (Siegel auf den Kennzeichenschildern) verfügen. Zur Durchführung sind zudem ein elektronischer Personalausweis (bzw. Aufenthaltstitel) mit aktivierter Online-Ausweisfunktion sowie ein Ausweislesegerät bzw. ein NFC-fähiges Android Endgerät und die AusweisApp2 des Bundes notwendig.

Internetbasierte Wiederzulassung (Stufe 2)

Online eingereichte Anträge bei den sächsischen Zulassungsbehörden für die i-KFZ Stufen 1 und 2
Anzahl der online eingereichten Anträge im i-KFZ Verfahren für die Stufen 1 und 2 im Jahr 2019  © SK

Die internetbasierte Wiederzulassung auf denselben Halter (ohne Wohnortwechsel oder Namensänderung) für außerbetriebgesetzte Fahrzeuge wird ebenfalls als zentrale Lösung für die sächsichen Zulassungsbehörden angeboten.

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